Unsere nächsten Auftritte!

29.11 Christbaum 1.Beleuchtung am Kirchenplatz 16 .00 Uhr
06.12 "Würstelsingen"  im Sozialzentrum 15.00 Uhr 
08.12  Seniorenbund Weihnachtsfeier  Wilhelmsburg  14.00 Uhr
12.12 Pensionistenverband Weihnachtsfeier im Kl. Festsaal                                         Pielachtalhalle  14.00 Uhr
16.12 Weihnachtsfeier des  AGV 18.00 Uhr
23.12 Frauennachmittag ESV-Heim 14.00 Uhr

Bilder zur Festmesse und zum Festkonzert 100 Jahre AGV- ober-Grafendorf

Konzentration  !                                           

Warten auf das Startsignal...….                                                    

 Herr Pfarrer Sieder mit einer tollen Predigt!   

Predigt von Pfarrer Franz Sieder zu 100 Jahre AGV Ober-Grafendorf,
 23. Juni 2019

 
 Liebe Freunde!
Ich möchte in meiner Predigt zuerst auf das heutige Evangelium eingehen und dann etwas sagen zum heutigen Fest: 100 Jahre AGV Ober-Grafendorf.
 Beim Evangelium ist wahrscheinlich bei den meisten von Ihnen jener Satz von Jesus hängen geblieben: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich. Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren, wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.“ Ihre erste Reaktion ist sicher, dass dieser Satz etwas verrückt ist und, dass sich in Ihnen etwas wehrt, diese Aussage von Jesus anzunehmen.
Ich möchte daher jetzt diesen Satz so deuten, dass Sie ihn annehmen können. Es ist ein ganz großer Unterschied zwischen Religion und Glaube. Es kann jemand religiös sein und nicht gläubig. Die Esoteriker sind meistens sehr religiöse Menschen, aber sie sind oft nicht gläubig. Die Religion geht immer vom Menschen aus. Sie ist ein Ur- und Grundbedürfnis des Menschen hin zu einem höheren Wesen, das wir Gott nennen. Leider ist dieses religiöse Grundbedürfnis bei vielen Menschen zugedeckt und verschüttet. 
Beim Glauben ist es genau umgekehrt. Der Glaube geht nicht vom Menschen aus, sondern von Gott. Es ist der Anruf Gottes an den Menschen und am Menschen liegt es dann, ob er offen ist für diesen Anruf Gottes, ob er ihn hört, und ob er auch bereit ist, diesen Anruf Gottes in seinem Leben zu verwirklichen. Der Anruf Gottes kommt normalerweise durch unser Gewissen. Das Gewissen ist die Stimme Gottes zu uns und ein Gewissen hat jeder Mensch. Der heilige Paulus sagt, dass das Gesetz Gottes jedem Menschen ins Herz geschrieben ist.
Die Gottesmutter Maria ist für uns deshalb ein Vorbild des Glaubens, weil sie in einer für sie schwierigen Situation Ja zu dem sagte, was Gott von ihr wollte. Sie sagte zum Engel: „Ich bin die Magd, die Dienerin des Herrn. An mir soll geschehen, wie du gesagt hast.“
Der amerikanische Baptistenpfarrer Peale hat ein Busch geschrieben mit dem Titel: „Die Kraft des positiven Denkens“. In diesem Buch sagt er ungefähr Folgendes: Lass dich mit Gott ein, dann wirst du Erfolg haben auf allen Ebenen, dann wirst du auch reich und glücklich werden.
Der berühmte Schweizer Psychologe Erich Fromm verurteilt diese Aussagen von Peale sehr scharf. Er sagt, dass das eine egoistische Form der Gottesliebe ist. Gott lieben heißt immer, dass ich Gott an die erste Stelle in meinem leben setze, dass Gott die allumfassende Wirklichkeit meines Lebens ist und, dass ich Gott nicht als Mittel für meine eigenen Interessen benutze. Wenn es mir nur darum geht, dass ich meine eigenen Bedürfnisse befriedige, und dabei soll Gott mir helfen, das ist kein Glaube.
Der deutsche Theologe Thomas Söding sagt sogar: „Wenn es einem nur darum geht, seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, koste es was es wolle, das ist der Inbegriff des Sünde.“
Natürlich dürfen wir an unserer Selbstverwirklichung arbeiten, aber wenn es nur mehr um unsere eigenen Bedürfnisse geht, das ist dann krasser Egoismus und keine gelebte Liebe.
Wenn ich jetzt auf den Satz von Jesus im heutigen Evangelium zurückkomme, wo Jesus sagt: „Wer sein Leben retten will, der wird verlieren,“ dann möchte ich das so übersetzen: Wenn jemand nur seinen eigenen Interessen und Bedürfnissen nachgeht, wenn er keine Empathie hat für das Leid anderer Menschen, wenn sein Lebensziel und seine Lebensphilosophie nur das Spaß haben und der Konsum ist, wenn er so sein Leben gewinnen und ausfüllen will, dann ist er im Verständnis Jesus ein Verlierer.
Jesus hat uns nämlich beauftragt, die Liebe zu leben und uns einzusetzen für eine menschlichere und gerechtere Welt. Dieser Einsatz kann oft auch in das Kreuz hineinführen und verlangt uns auch persönliche Opfer ab.
Der Theologe und Kurienkardinal Walter Kasper sagt, dass das eigentliche und ausschließliche Ziel von Jesus war, dass diese unsere Welt gerechter, menschlicher und friedlicher wird. Er sagte, dass das die Sache Jesu schlechthin ist. Es resultiert daraus auch, dass alle politischen und gesellschaftlichen Organisationen, die sich einsetzen, dass die Welt gerechter wird, zutiefst im Sinne von Jesus unterwegs sind. Die Gewerkschaften haben immer gekämpft für eine gerechtere Arbeitswelt. Wenn es die Gewerkschaften nicht gegeben hätte, dann würden die Arbeiterinnen und Arbeiter noch in sklavenhaften Zuständen sein.
Ich komme jetzt zum AGV. Der AGV ist politisch sozialdemokratisch geprägt. Wegen dieser Prägung war er in der Dollfuß-Ära sogar in seiner hundertjährigen Geschichte einige Jahre verboten. Sie alle wissen, dass es Jahre gegeben hat, wo es eine große Spannung – wenn nicht sogar Feindschaft zwischen Kirche und Sozialdemokratie gegeben hat. Ich bin froh, dass diese Zeit vorbei ist, dass die Versöhnung zwischen Kirche und Sozialdemokratie vollzogen ist. Kardinal König hat einmal gesagt: „Keine Partei hat die Kirche für sich gepachtet.“ Ich habe dem Bischof Zak einmal gesagt: „Wenn es keine Versöhnung zwischen Kirche und Sozialdemokratie gibt, dann gibt es auch keine Versöhnung zwischen Kirche und Arbeiterschaft, denn die politische Heimat für die Arbeiter ist einmal die Sozialdemokratie, und sie hat auch ungeheuer viel für die Arbeiter getan.“
Ich mache aber jetzt wo der Wahlkampf beginnt keine Wahlwerbung. Was Sie zu wählen haben, das sagt Ihnen Ihr Gewissen. Wenn mich jemand fragt, dann sage ich immer: „Du sollst keine Parteien wählen, die in ihrer Grundintention eine bewusste Politik für die Reichen machen – das widerspricht dem Geist des Evangeliums. Und du sollst keine Parteien wählen, die eklatant ausländerfeindlich agieren, das widerspricht auch dem Geist des Evangeliums.“
Die Arbeitergesangvereine sind mehr als nur Kulturträger – sie sind mehr, als dass sie den Menschen nur Unterhaltung und Freude schenken. Die Arbeiterlieder sind ein wesentlicher Bestandteil des Liedgutes der Arbeitergesangvereine. Die Arbeiterlieder sind oft sehr kämpferisch. Es geht dabei vor allem um ein gutes Leben für alle Menschen und um den Kampf für eine gerechtere Arbeitswelt. Auch die Solidarität – die Gemeinschaft ist ein großer Wert in den Arbeiterliedern. Die Werte, die in den Arbeiterliedern besungen werden, sind zutiefst christliche Werte. Eure Lieder sind daher für mich in vieler Hinsicht eine Verkündigung der Botschaft von Jesus.
Ich möchte schließen mit dem Text eines der schönsten Arbeiterlieder – mit dem Text des Liedes „Brot und Rosen“. Dieses Lied ist auch schon über 100 Jahre alt. Es entstand im Jahr 1912 bei einem Streik der Textilarbeiterinnen in Massachusetts. 
Wenn wir zusammen gehen,
 geht mit uns ein schöner Tag,
 durch all die dunklen Küchen
 und wo grau ein Werkshof  lag,
 beginnt plötzlich die Sonne
 unsre arme Welt zu kosen
 und jeder hört uns singen
 BROT UND ROSEN


Wenn wir zusammen gehen,
 kämpfen wir auch für den Mann,
 weil unbemuttert kein Mensch
 auf die Erde kommen kann
 und wenn ein Leben mehr ist
 als nur Arbeit, Schweiß und Bauch
 wollen wir mehr - gebt uns Brot
 doch gebt die Rosen auch.


Wenn wir zusammen gehen
 gehen unsre Toten mit,
 ihr unerhörter Schrei nach Brot
 schreit auch durch unser Lied
 sie hatten für die Schönheit,
 Liebe, Kunst erschöpft nie Ruh
 drum kämpfen wir ums Brot
 und woll'n die Rosen dazu.


Wenn wir zusammen gehen
 kommt mit uns ein bessrer Tag,
 die Frauen, die sich wehren
 wehren aller Menschen Plag,
 zu Ende sei, dass kleine Leute
 schuften für die Großen,
 her mit dem ganzen Leben:


BROT UND ROSEN

Als Schlusssatz möchte ich noch zu den Sängerinnen und Sängern sagen: Ihr vermittelt (oder vermehrt) die Rosen.

                                       

Die braven Helferlein

Erleichterung nach gelungener Messe...…..

Für den Ansturm gewappnet...….                                                                           

Ein kleines Ständchen bei der Agape                                             

Der Herr Bürgermeister

Angeregte Gespräche                                          

Die Choristen mit Pfarrer Franz Sieder und Hr. Bürgermeister                                                                   

Volles Haus bei der Agape

Chorleiter Ewald und Moderatorin Hedi Brocza                                                                               

Hr. und Fr. Stary, Edi Hofbauer, Prälat Oppolzer           

Die Wiener Landeschorleiterin gratulierte zum Jubiläum                                           

Die Mitwirkenden                           

Ein Dankeschön für die großartige Unterstützung!                                       

Eva und Jutta entspannt nach gelungenem Auftritt                                                         

Gabi und Eva mit "Urgestein" Christl 

Lautato Si                             

Ein wunderschöner Beitrag                                            

Volle Konzentration!                                  

Kurze Pause zur Erholung

Großartig der Kinderchor!                                            

Der Bundeschorleiter C. Stary mit seinem Vorgänger G. Frankenstein                                                                   

Msl. Martin Höfler mit seiner tollen Saxophongruppe mit einer schwungvollen Einlage                                        

Conny, Hugo, Heinz, Gisela, Herta, Herbert, Anna und Eva in Aktion

Hoher Besuch! Prof. Dr.h.c. Mag.Walter Deutsch , Ehrenpräsident des                                       östrreichischen Volksliedwerkes                                         

Unser Pianist Manfred Krempl                                                             

Die großartigen Mitwirkenden

Landesvorsitzend Ilona Tröls und Bundesvorsitzende  Gabi Rothbacher                                                       

Die Vordernberger

Der Bäuerinnenchor Wilhelmsburg                               

Just for Fun aus Hohenberg                      

Pfarrer Dr. Emeakaroha und Prälat Oppolzer                                       

Erleichterung ! Das Werk ist gelungen !